Die Hölle & Die Dämonen

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Die Hölle & Die Dämonen

Beitrag von Rektorin Reina Toriumi am So Jun 12, 2016 1:52 am


Die Hölle & Die Dämonen



Vor langer Zeit, noch vor den drei Welten, so erzählt man sich, existierten Drillinge. Ein Dämon, ein Mensch und ein Engel. Ihre Eltern, die in der Galaxie wohnhaft waren, liebten sie so sehr, dass sie für ihre Kinder eine Welt erschuf. Jedoch konkurrierten diese Drillinge untereinander und fragten sich, wer denn der Bessere von ihnen war und damit der geeignetste König dieser Welt. Lange Zeit stritten sie und trugen Kämpfe aus.

Der Dämon stellte sich als der Kräftigste heraus, während der Mensch der Klügste und der Engel der Gütigste war. Ein Unentschieden folgte dem anderen und die Eltern wurden es leid, ihre Kinder streiten zu sehen.

Da kamen sie auf die Idee, die Welt, die sie ihren Kindern geschenkt hatten, in drei Teile zu teilen, sodass jedes Kind seine eigene Welt hatte.

Und damit sie sich nicht gegenseitig in den Weg stellen konnten, trennten sie diese Welten weit voneinander. Nur die Welt des Menschen, des Klügsten, war für Engel und Dämonen zugängig.

Allerdings versahen die Eltern die Welt des Menschen mit einem Schutzzauber, sodass die Kräfte der Engel und der Dämonen zum Großteil in ihren Körpern versiegelt wurden. Diese Siegel werden als weiße Tätowierungen beim Engel und schwarze beim Teufel sichtbar. Das bedeutet aber nicht, dass sie ihre Fähigkeiten gar nicht einsetzen können. Sie können lediglich einen Teil ihrer Fähigkeiten einsetzen. Außerdem zwingt dieser Schutzzauber Engel und Dämonen dazu, in der Menschenwelt menschliche Gestalt anzunehmen.

So entstand also die Hölle, wo erdrückende Finsternis und Einsamkeit zusammen mit einer Prise Misstrauen und einer großen Menge verletzender Ehrlichkeit existieren. Dieses Land ist unfruchtbar, weshalb sich die Bewohner woanders nach Nahrung umsehen mussten. Die Seelen der Menschen.

Die Bewohner dieser Welt sind Dämonen, die keinesfalls so schön sind, wie Engel. Sie sind groß und kräftig gebaut, viele haben Hörner, Fledermausflügel, Ziegenbeine und die Reißzähne einer schrecklichen Gestalt. Doch sind sie voller Kraft und Ehrlichkeit. Allerdings hängt diese Kraft von ihrer Ernährung ab, denn, wie bereits erwähnt, benötigen sie die Seelen der Menschen. Menschliche Nahrung sättigt sie nicht.

Für einen Dämon hat jede Seele einen anderen Geschmack. Demnach haben sie auch Vorlieben. Manche bevorzugen einen Menschen, mit einem sonnigen Gemüt, andere bevorzugen die Seele eines Lügners. Bevor Dämonen die Seele eines Menschen jedoch entblößen können, müssen sie diesen schwächen, indem sie ihm entweder Albträume zeigen, oder ihn aber geschwächt und ermüdet vorfinden. Nur dann können sie dem Menschen einen kleinen Teil ihrer Seele entziehen, indem sie sie aus den Mündern ihrer Opfer saugen. Das bedeutet glücklicherweise nicht, dass sie den Menschen küssen müssen oder sie einen Menschen gänzlich töten, sie naschen lediglich bloß ein wenig.

An der Spitze von diesem Reich sitzt die Königsfamilie, doch, anders als bei den Engeln, wird der Thron nicht an den Kronprinzen weitergegeben, sondern an denjenigen, der es schafft, den Thron buchstäblich mit bloßer Gewalt an sich zu reißen. Die Dämonen interessieren sich nämlich nicht für das Blut des ersten Dämons, sondern bloß für Macht. Für sie ist es nur natürlich, dass der mächtigste Dämon die – in ihren Augen – mächtigste Welt beherrscht.

Aus diesem Grund versank die Welt stets im Krieg, sobald ein König starb. Böse Zungen munkeln, dass sie dies bloß tun, um Langeweile zu vermeiden, denn Dämonen lieben den Kampf. Eintönige Routinen wären der Tod jedes Dämons und Spontanität ist ihnen mehr als nur willkommen. Selbst, wenn man den zukünftigen König bei seiner eigenen Krönung töten würde, wäre das ein Schenkelklopfer für die Dämonen. Doch auch wie bei den Engeln und Menschen, sind nicht alle Dämonen gleich – natürlich nicht. Es gibt tatsächlich auch einfühlsame Dämonen. Irgendwo. Ganz bestimmt?

Anders als die Engel, sind Dämonen es gewohnt, in die Menschenwelt zu reisen, sie zu täuschen, ihnen Albträume zu zeigen und von ihrer Seele zu naschen. Von ihren engelsgleichen Geschwistern hielten sie sich allerdings fern. Natürlich herrschte Briefverkehr, allerdings fanden Treffen zwischen Engeln und den anderen bloß auf der Erde statt. Demnach weiß niemand, wie man in die Hölle gelangt. Das heißt, niemand bis auf die Dämonen.

Jeder Dämon, und auch nur ein Dämon, ist ein Schlüssel zu seiner Heimat. Die Macht, die sie besitzen, kann einen Riss in jede Atmosphäre reißen durch den sie dann einfach so in die Hölle oder die Menschenwelt gelangen, jedoch nicht in die Engelwelt.

Die Mitglieder des Königshauses sind, anders als bei den Engeln, tatsächlich die Mächtigsten. Auch sie legen Gesetze fest und regieren das Reich mit eiserner Hand, wissend, dass die Dämonen ihrem mächtigsten Herrscher loyal untergeben sind. Zumindest solange, bis ein stärkerer Dämon den gegenwärtigen König ermordet, wie es in den jüngsten Ereignissen unglücklicherweise der Fall war.

Auch existieren Adelshäuser, allerdings sind diese tatsächlich schwächer als die Königsfamilie und haben demnach weniger Einfluss. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich diese Welt nicht auch verändert und neue, stärkere Nachkommen hervorbringt, die dann eines Tages den Thron an sich reißen können. Das Streben nach Macht ist ein fester Bestandteil der Hölle.

Insgesamt existieren 7 Adelshäuser, wobei keines davon besonders mächtig ist, im Gegensatz zu den Engeln. Allerdings ist ein Adelshaus, nämlich die Familie des Nox-Klans besonders wichtig. Diese Familie gehört nämlich zu der Blutlinie, die noch direkt mit dem ersten Dämon verwandt ist. Sie besitzt zwar keine außergewöhnliche Macht, allerdings gibt es Anhänger dieser Familie, die meinen, dass sie doch die eigentlichen, rechtmäßigen Thronerben seien und sogar in den Krieg für sie ziehen würden.

Unter den Adelshäusern gibt es gewöhnliche Bürger, jedoch keine Diener, im Gegensatz zum Himmel, da die Dämonen an die Freiheit glauben und sich für diese einsetzen. Niemand ist so freiheitsliebend, wie ein Dämon.

Demnach ist das Leben in der Hölle nichts für schwache Nerven. Ein Land, das vom Krieg geprägt und abhängig von der Menschenwelt ist, ist wahrlich kein Ponyhof. Es ist keine Überraschung, dass sich also manche Dämonen nur zu gern in der Menschenwelt niederlassen und dort so tun, als wären sie menschlich. Aber es kam auch vor, dass Dämonen in die Menschenwelt kamen, um Menschen in die Dämonenwelt zu entführen. Dort waren die Menschen auf sich allein gestellt und wurden nur aus der Ferne von ihren Entführern beobachtet. Die Dämonenwelt aber ist kein geeigneter Ort für Menschen. Die Zusammensetzung der Athmosphäre ist ganz anders, daher verstarben diese Menschen schlussendlich. Diese "Spielchen" wurden von dem, nun verstorbenen, König verboten, da er meinte, die Menschen wären doch eine wichtige Nahrungsquelle, mit der man nicht einfach zu spielen hat.

Die Fähigkeiten der Dämonen sind sehr vielfältig. Manche beherrschen das blaue Höllenfeuer, andere, wie der Incubus oder sein weibliches Gegenstück, die Sukkubus, können das Bewusstsein eines schlafenden Menschen beeinflussen und ihnen Träume zeigen. Andere wiederum können Menschen mit bloßem Willen und Augenkontakt kontrollieren. Außerdem besitzen sie, so, wie Engel auch, eine rasche Heilfähigkeit und leben, ebenso wie Engel, sehr lange.

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