Die Erde & Die Menschen

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Die Erde & Die Menschen

Beitrag von Rektorin Reina Toriumi am So Jun 12, 2016 2:16 am


Die Erde & Die Menschen



Vor langer Zeit, noch vor den drei Welten, so erzählt man sich, existierten Drillinge. Ein Dämon, ein Mensch und ein Engel. Ihre Eltern, die in der Galaxie wohnhaft waren, liebten sie so sehr, dass sie für ihre Kinder eine Welt erschuf. Jedoch konkurrierten diese Drillinge untereinander und fragten sich, wer denn der Bessere von ihnen war und damit der geeignetste König dieser Welt. Lange Zeit stritten sie und trugen Kämpfe aus.

Der Dämon stellte sich als der Kräftigste heraus, während der Mensch der Klügste und der Engel der Gütigste war. Ein Unentschieden folgte dem anderen und die Eltern wurden es leid, ihre Kinder streiten zu sehen.

Da kamen sie auf die Idee, die Welt, die sie ihren Kindern geschenkt hatten, in drei Teile zu teilen, sodass jedes Kind seine eigene Welt hatte.

Und damit sie sich nicht gegenseitig in den Weg stellen konnten, trennten sie diese Welten weit voneinander. Nur die Welt des Menschen, des Klügsten, war für Engel und Dämonen zugängig.

Allerdings versahen die Eltern die Welt des Menschen mit einem Schutzzauber, sodass die Kräfte der Engel und der Dämonen zum Großteil in ihren Körpern versiegelt wurden. Diese Siegel werden als weiße Tätowierungen beim Engel und schwarze beim Teufel sichtbar. Außerdem zwingt dieser Schutzzauber Engel und Dämonen dazu, in der Menschenwelt menschliche Gestalt anzunehmen.

So entstand also die Erde, der Ort, an dem Dämonen und Engel aufeinandertreffen. Die Erde vereint die Dämonen- und Engelwelt, denn sie kennt sowohl Tag, als auch Nacht. Sie kennt sowohl Güte, als auch Kraft. Während Himmel und Hölle zwei Extreme sind, scheint die Erde den perfekten Mittelwert getroffen zu haben. Ein Reich von Fruchtbar- und Unfruchtbarkeit sowohl eines von Licht und Schatten.

Die Bewohner dieser Welt sind die Menschen, die, wie man weiß, vielerlei Gesichter haben und sich sowohl äußerlich als auch charakterlich sehr voneinander unterscheiden.

Die Menschenwelt ist in Kontinente, die jeweils einer anderen Regierung gehört, geteilt, demnach gibt es hier keinen Herrscher. Sowohl Demokratie als auch Diktatur werden ausgeübt, auch der Kampf nach Macht ist allgegenwärtig, wie man es sonst nur von der Hölle kennt. Doch auch die Güte untereinander ist ein Fels in der Brandung, wie man es sonst nur von den Engeln kennt.

Die Menschen selbst sind nicht dazu in der Lage, die anderen beiden Welten zu besuchen oder von dort aus zurück in ihre zu gelangen. Sie würden in ihnen auch nicht leben können, da sich die Zusammensetzung der Atmosphäre stark von der Erde unterscheidet. Eines der interessantesten der vielen Fähigkeiten der Menschen ist aber, dass sie von den Dämonen und Engeln als „halbleeres Gefäß“ betrachtet werden, während sie sich selbst als „bereits volles“ sehen.

Das bedeutet, dass die Menschen Dämonen oder Engel werden können, beides geht jedoch nicht. Wenn ein Dämon oder ein Engel seine Seele mit einem Menschen teilt, und ihn somit „komplett füllt“ ist dieser Mensch zur Hälfte Dämon oder Engel. Er besitzt dann dieselben Fähigkeiten, wie der Engel oder Dämon, der mit ihm seine Seele geteilt hat, jedoch nur in geringem Ausmaß. Dieser Akt schwächt aber auch den Dämon oder Engel, weil er doch einen Teil seiner Seele und auch seiner Fähigkeiten dem Menschen verleiht.

Diese Menschen sind dazu in der Lage, die Anwesenheit eines Dämons und Engels zu spüren. Diese Menschen sind in der Menschenwelt jedoch nicht als Halbwesen, sondern als Medien bekannt.

Dieser Akt wird als Seelenbund bezeichnet. Wenn dieser vollzogen ist, kann der Mensch in die jeweilige Welt reisen, aus der sein Seelenbundpartner stammt und zurück. Allerdings ist die Zeit, die sie dort überleben, begrenzt, da sie doch noch halb Mensch sind. Allerdings haben sie eine höhere Lebenserwartung, als normale Menschen, da die Fähigkeiten des Dämons oder Engels den Körper des Menschen stärken.

Ein Mensch, der diesen Akt nicht vollzogen hat, kann demnach nicht in die Dämonen- oder Engelwelt reisen, geschweige denn dort leben.

Dieser Akt birgt risiken, denn es kann sein, dass der Mensch die fremde Macht abstößt und durch diese stirbt. Menschen sind und bleiben nun einmal schwache Geschöpfe, daher kommt es auf ihre Willensstärke und die Beziehung, die sie zu ihrem Seelenpartner haben, an.

Menschen wissen nichts von der Existenz von Engeln oder Dämonen. Zumindest haben sie keine festen Beweise für diese.


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